Nachdem wir, die Maturanten der BHAK Schwaz, am eigenen Leib erfahren mussten, wie „objektiv und wahrheitsgetreu“ die Presse informiert wurde, nehmen wir als Veranstalter unseres Maturaballs dazu Stellung.
Kurz und bündig: Politik, Exekutive und Securityfirma versagen total!
Ende September wurden 800 Karten von der Gemeinde genehmigt und gestempelt. Da wir auch den Sponsoren Karten zur Verfügung stellten, ließen wir noch 100 zusätzliche Karten stempeln, was die Gemeinde Jenbach sofort genehmigte. Die Gemeinde forderte außerdem die Stornierung der von uns gewählten Securityfirma und die Anstellung einer Sicherheitsfirma, die bereits mit dem VZ vertraut war und der Gemeinde deshalb geeigneter erschien.
Außerdem wurde vom Bürgermeister ein Glühweinstand vor dem Eingang zum VZ genehmigt, der von der „Kasbach-Stube“ betrieben wurde. An diesem Stand konnten sich verärgerte Gäste, die keine Karten an der Abendkasse mehr erwerben konnten, betrinken. So kam es zu einer Auseinandersetzung zwischen vier Jugendlichen, die nunmehr als Jenbacher Massenschlägerei in die Geschichte einging.
Ein Securitybeamter rief die Polizei zu der „Massenschlägerei“, welche mit einem Großaufgebot von zwei Beamten gelöst werden sollte. Bei ihrer Ankunft konnten die Beamten jedoch keine Beteiligten der „Massenschlägerei“ mehr antreffen. Da sie trotzdem, laut BM Ing. Holub, nicht mehr „Herr der Lage“ waren, sahen sie keinen anderen Ausweg als den Ball aufzulösen.
Im Gebäude selbst kam es während der gesamten Veranstaltung zu keinen nennenswerten Zwischenfällen. Wir Maturanten haben uns wochenlang auf unseren Ball vorbereitet und wurden dabei von unseren Eltern und den Lehrern unterstützt. Nun mussten wir erleben, dass ohne wirkliche Begründung unser Ball abgebrochen und wir selber und unsere Schule in Verruf gebracht wurden.
Jeder weiß, dass bei großen Veranstaltungen in unserem Land durch wenige Randalierer Schäden und Unruhe entstehen. Es ist scheinheilig und ungerecht, dass wir nun für das Fehlverhalten einiger Weniger außerhalb unseres Veranstaltungsraumes herhalten müssen.
„Unsere Maturanten gehören zu den Besten in Tirol, sie haben sich großartig benommen und wurden völlig zu Unrecht verurteilt. Ich danke den Eltern und den Lehrern, die verhindert haben, dass es nach der so abrupten Beendigung zu einer Eskalation gekommen ist“, so Direktor Dr. Peter Schraffl.