Am Dienstag, den 15.09.2009 besuchten wir, die 2 BK mit unserem Jahrgangsvorstand, Frau Professor Monika Fabro, die Stadtgalerie Schwaz. Wir trafen uns um 8:00 Uhr am Bahnhof Schwaz und wanderten anschließend in die Stadt, um uns die Galerie anzusehen. Vor der Kirche trafen wir auf die Leiterin der Galerie, Frau Pernegger.
Sie erklärte uns zuerst die Geschichte des Gebäudes, in dem sich die Stadtgalerie befindet. Der Grund, warum wir diese Galerie besuchten, war, dass uns unsere Lehrerin Kultur einmal von einer anderen Seite zeigen wollte, und zwar von einer Seite, die vielleicht befremdend auf uns wirkt.
Die Ausstellung selbst befand sich im ersten Stock, es war eine Videoperformance von Roberta Lima aus Brasilien. Ihr Thema für diese Galerie ist Körper und Schmerz. In einem Raum fiel uns auf, dass Roberta den Boden mit Filzstiften in englischer Sprache beschriftet und bemalt hatte. Auf Fotos konnten wir sehen, wie sie sich kopfüber mit Haken an den Knien aufgehängt hatte. Außerdem schauten wir uns 4 Videos an. Zwei davon zeigten, wie sich Roberta mit einer Nadel alte Liebesbriefe von ihren Großeltern auf die Oberschenkel nähte. Das dritte präsentierte ihr drittes Auge: eine auf ihren Brustkorb aufgenähte Kamera. Im vierten Video sahen wir, wie sich die Ausstellerin beide Unterarme piercen und sich danach mit einer pinken Schlaufe die Hände durch ihre Piercings zusammenbinden ließ.
Es war für uns eine komische Situation, einen Menschen so zu erleben und als uns unser Klassenvorstand auch noch kundgab, dass wir unsere Meinung zu der Ausstellung zu Papier bringen sollten, hatte viele von uns keine Idee, was sie nun schreiben sollten. Letztendlich haben wir es dann doch alle geschafft, etwas aufzuschreiben und wir gaben die Zettel anonym an Frau Fabro ab. Zum Schluss erklärte uns Frau Pernegger, die Leiterin der Galerie dann noch, dass wir nicht vergessen sollten, dass die Künstlerin Roberta Lima auf den Bildschirmen eine ganz andere sei, als sie in Wirklichkeit ist – es sei ja schließlich genau das Gleiche wie mit Schauspielern: Auf der Leinwand stellen sie einen ganz anderen Menschen dar und Roberta Lima will uns wohl einen Anstoß geben, über das Thema „Körper und Schmerz“ und „willkürliche Veränderungen am Körper“ nachzudenken.
Nach diesen ausführlichen Erklärungen verabschiedeten wir uns von Frau Pernegger und wurden von unserer Lehrerin entlassen.
Der Grund, warum wir diese Galerie besuchten, war, dass uns unsere Lehrerin Kultur einmal von einer anderen Seite zeigen wollte, und zwar von einer Seite, die vielleicht befremdend auf uns wirkt.
(Bianca Sieberer, Sascha Popp, 2BK)